Im Regen fotografieren.

Warum den Regen fotografieren? Der Regen gehört zu der Kategorie von Fotomotiven, die bekannte Dinge des Alltages beinhaltet, welche jeder kennt. Gerade weil sie allgemein bekannt sind, bieten diese Dinge Potential für interessante Fotos. Nur wenige Menschen beachten den Regen, den meisten ist er lästig. Auch die meisten Fotografen fotografieren lieber andere Motive und daher ist das eine Gelegenheit für dich, etwas Gewöhnliches auf eine außergewöhnliche Art darzustellen.

Regentropfen an einer Glasscheibe.

Regentropfen an einer Glasscheibe. Der unscharfe Hintergrund, der teils dunkel und teils hell ist, sorgt für Kontrast im Bild.

Regentropfen ins Wasser.

Regentropfen fallen ins Wasser und erzeugen tolle Formen beim Aufprall.

Vorbereitungen für das Fotografieren im Regen

Outdoor fotografieren im Regen ist keine Nordpol Expedition. Wenn du es länger draußen aushalten möchtest ist aber ein Regenschutz sicher von Vorteil.

Worauf du achten solltest ist ein gewisser Schutz vor Feuchtigkeit für deine Kamera. Je nach Kameramodell und Objektiv kann deine Ausrüstung besser oder weniger gut mit nassen Bedingungen umgehen. Nimm einige Linsenreinigungstücher mit, um Regenspritzer vom Objektiv wischen zu können. Ein Regenschirm, ein Stativ und ein Dreibeinhocker erhöhen den Komfort beim Fotografieren im Regen erheblich.

1: Regentropfen als Fotomotiv

Regen fotografieren gelingt ohne Plan meistens nicht ganz so gut, wie du es dir vorgestellt hast. Daher hier einige grundlegende Informationen zum Regen.

Wie schnell fällt der Regen eigentlich auf die Erde und wie groß sind die Regentropfen? Regentropfen haben zwischen 0,1 und 4,5 mm Durchmesser. Je größer die Tropfen, desto schneller fällt der Regen. Die Geschwindigkeit der Regentropfen liegt zwischen 15 und 30 km/h.

Die Belichtungszeit, um Regentropfen im Flug einzufrieren (im fotografischen Sinn), muss auf jeden Fall sehr kurz gewählt sein. Um Regen im freien Fall spannend und gut sichtbar auf den Kamerasensor zu bekommen, brauchst du einen dunklen Hintergrund und eine Lichtquelle, welche die Regentropfen aufhellt. Bei der Wahl der Brennweite bieten sich Werte ab 100 mm aufwärts an, um die Regentropfen in einer guten Größe abzulichten. Ein Makroobjektiv ist ideal, um die Tropfen 1:1 auf den Sensor zu bekommen. Den Fokus wählst du am besten manuell, da der Autofokus eher den Hintergrund scharfstellen würde. Unterstützt deine Kamera schnelle Bildfolgen in voller Auflösung, solltest du diese Funktion nutzen. So erhöhst du die Chancen für gute Regenfotos deutlich, denn bewusst einzelne Tropfen erkennen und dann abdrücken geht bei diesen Geschwindigkeiten nur schwierig.

Regentropfen an einer Glasscheibe.

Regentropfen an einer Glasscheibe. Besondere Wirkung wird hier durch das Spiel mit der Unschärfe erzeugt. Diese wurde ganz einfach erreicht, indem ich schräg auf die Glasscheibe fotografiert habe.

2: Regen in Bewegung fotografieren

Regen zeigt sich uns in einer ungeheuren Vielfalt, nicht nur in Form von Regentropfen. Daraus ergeben sich tolle Fotomotive. Mit einer etwas längeren Belichtungszeit kannst du den Regen in Streifen festhalten. Eine für das menschliche Auge ungewöhnliche Sichtweise und damit hat sie hohes Aufmerksamkeitspotential. Experimentiere mit verschiedenen Belichtungszeiten und merke dir das für dich perfekte Setup. Die Einstellungen hängen immer sehr stark von den Lichtbedingungen ab. Für lange Belichtungszeiten bei Tag reduziere die ISO Zahl auf dem kleinstmöglichen Wert und erhöhe die Blende auf den höchstmöglichen Wert. Wenn du trotzdem nicht lange genug belichten kannst, ohne dass das Bild überbelichtet ist, hilft ein ND Filter (Neutraldichte Filter), der das einfallende Licht reduziert und so auch am Tag lange Belichtungszeiten ermöglicht.

3: Regenspuren festhalten

Regen hinterlässt beim Aufprall auf der Erde Spuren, die sehr interessante Fotomotive ergeben. Je nach Oberfläche zerplatzen die Regentropfen oder springen noch einmal ein Stück hoch. Besonders schön ist dieser Effekt auf Wasseroberflächen zu beobachten. Die beste Perspektive, um dieses Schauspiel zu fotografieren, bietet sich dir in Bodennähe an. Dadurch wirkt das Springen der Regentropfen höher und dramatischer.

Du kannst diese Effekte übrigens nicht nur bei Regen fotografieren. Es gibt viele Gelegenheiten, wie zum Beispiel Springbrunnen oder Wasserfälle.

Aus dem Trockenen fotografieren

Auch im Trockenen ergeben sich an einem verregneten Tag schöne Fotomotive mit dem Regen.

4: Regentropfen am Fenster fotografieren

Wenn du den Regen vom Fenster aus beobachtest, bieten sich dir einige interessante Motive für schöne Fotos. Direkt an der Scheibe treffen Regentropfen auf und ergeben oft schöne Muster. Der richtige Bildausschnitt und eine spannende Perspektive können tolle Fotos ergeben. Achte bei diesen Fotos auf einen ruhigen Hintergrund. Du kannst den Hintergrund bei diesen Fotos auch beeinflussen, indem du eine große Blendenöffnung wählst und so den Hintergrund unscharf werden lässt.

5: Regen von der Garage oder der Terassentür aus fotografieren

Ein recht sicherer Ort, von dem aus du auch Regen fotografieren kannst, ohne nass zu werden, ist die Garage oder die Terassentüre. Einfach das Tor öffnen und von drinnen nach draußen fotografieren.

Hier bieten sich dir Motive wie zum Beispiel der Regen, der am Pflaster der Einfahrt oder der Terasse auftrifft. Vielleicht rinnt auch von oben Wasser nach unten, zum Beispiel von der Regenrinne. Suche nach Regen und Wasser in Bewegung und fotografiere diese Bewegung.

Ideal dafür geeignet ist der M Modus deiner Kamera, wo du ISO, Blende und Belichtungszeit manuell festlegen kannst. Du kannst dabei zwischen kurzen und langen Belichtungszeiten variieren und damit die Bewegung sichtbar machen oder einfrieren. Bei diesem Spiel mit der Belichtungszeit lernst du deine Kamera besser kennen und bekommst ein Gefühl für die Auswirkungen der einzelnen Einstellungen.
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http://www.besserfotografieren.com/training-5-fotoideen-fuer-verregneten-tag.php

Eine verrückte Idee.

Ich habe bei eBay paar alte Kameras ersteigert. Die Kameras waren dir als Dekoration gedacht obwohl paar von denn funktionierten. Dann habe ich mich entschieden eine Kamera zu zerlegen. Was für eine verrückte Idee. Mit meinem Sohn haben wir dann die Kamera auf den kleinsten Teil zerlegt. Mein Sohn war mit Leib und Seele dabei. Man könnte sehen, dass es ihm viel Spass machte. Dann habe ich eine Idee gehabt das ganze auf einen weises Blatt Papier zu platzieren und davon Foto zu machen. So ist das Bild entstanden.

https://www.flickr.com/photos/ruslan-marks

Stroboskop-Blitzen

Kamera „sieht“ mehr als menschliches Auge

Das menschliche Auge ist bei der Wahrnehmung schneller Bewegungen mit einer gewissen Trägheit behaftet. Der Blick für Präzision und Detailgenauigkeit eines Bewegungsablaufes – bei sportlichen Leistungen für die Muskelanspannung einer jeden hundertstel Sekunde – ist uns verstellt. Nicht aber Ihrer Kamera.
Denn im Stroboskop-Betrieb zündet der Blitz mehrmals während einer einzigen Aufnahme und bannt so mit Hilfe von Teillichtleistungen die Bewegung als Sequenz ihrer einzelnen Phasen auf das Filmmaterial.

Je nachdem, wie grob oder fein Sie den Bewegungsablauf aufsplittern möchten, legen Sie fest, wie viele Blitze pro Aufnahme gezündet werden sollen. Beim Metz mecablitz 58 AF-2 digital z. B. können Sie zwischen 2 und 50 Blitzen wählen. Anschließend teilen Sie Ihrem Blitzgerät die Blitzfrequenz mit, d. h. die Zeit, in der die Blitz-Serie abgegeben werden soll. Angenommen, Sie möchten einen Tennis-Aufschlag fotografisch in 10 Phasen festhalten, dann stellen Sie zunächst fest, wieviel Zeit der Aufschlag in Anspruch nimmt. Zieht der Spieler den Schläger z. B. in 2 Sekunden durch, dann errechnen Sie die Blitzfrequenz über folgende Formel:

Bildfrequenz = Anzahl der Phasen : Dauer der Bewegung = 10 : 2 = 5 Blitze/Sekunde

Achten Sie darauf, dass Sie bei der Stroboskop-Aufnahme mit einer ausreichend langen Kamera-Verschlusszeit arbeiten. Dazu ist in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Blitzgerätes auch eine entsprechende Tabelle enthalten.

Verwenden Sie einen Metz mecablitz 58 AF-2 digital oder 76 MZ-5 digital, so wird im Display die zu den eingestellten Daten gültige Entfernung angezeigt. Stimmt die angezeigte Entfernung mit der tatsächlichen Entfernung nicht überein, so kann durch Änderung der Teillichtleistung oder der angezeigten Blende die Übereinstimmung hergestellt werden. Der angezeigte Blendenwert ist an der Kamera einzustellen. 
Um eine Überbelichtung des unbewegten Hintergrundes zu vermeiden, sollte dieser sehr dunkel oder sehr weit vom bewegten Objekt entfernt sein. Die besten Bildergebnisse erreichen Sie bei geringem Umgebungslicht.

Das richtige Porträt-Objektiv macht den Unterschied

Finden Sie genau das passende Objektiv für Sie jetzt im Canon Online-Shop.

Die meisten EOS Kameras werden mit einem Standard-Objektiv geliefert, das sich für eine Vielzahl von Aufgaben der Fotografie eignet. Es gibt jedoch eine Reihe von Spezialobjektiven für bestimmte Aufgaben, wie zum Beispiel die Porträtfotografie. Damit erzielen Sie bei Ihren Bildern einen großen Unterschied. Für Porträts geeignete Objektive unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich der Brennweite und ihrer maximalen Blende

Die richtige Brennweite wählen

Die Brennweite wird in mm angegeben und entspricht – stellt man sich ein Objektiv mit nur einer Linse vor, ähnlich wie bei einer Lupe – dem Abstand der Linse zum Kamerasensor, auf dem das Motiv scharf abgebildet wird.  Zoom-Objektive haben eine variable Brennweite, die über die Objektivbezeichnung vom Minimum bis zum Maximum (z.B. 18-55mm) angegeben wird. Für Porträts geeignete Objektive haben in der Regel eine Brennweite von mehr als 85mm.

Wir vergleichen hier einige Aufnahmen, die mit dem 18-55mm Standard-Zoomobjektiv gemacht wurden mit Aufnahmen, die mit einem für Porträt-Objektiv aufgenommen wurden. 

Beim klassischen Abstand hat ein für Porträts geeignetes Objektiv eine größere Brennweite, um ein natürlicheres Aussehen zu vermitteln und das Modell vom Hintergrund abzuheben.

Wir haben jede Aufnahme mit der gleichen Blende gemacht und nur die Brennweite verändert. Betrachten Sie die unterschiedlichen Gesichtproportionen der Person im ersten Bild im Vergleich zu den beiden anderen. Sehen Sie außerdem auch wie sich der Hintergrund bei einer längeren Brennweite verändert? Mit 24mm Brennweite wirkt das Modell verzerrt, während es bei Aufnahmen mit 70mm und 135mm natürlich wirkt. Auch erscheint Hintergrund bei der Aufnahme mit 24mm im Vergleich zu der mit 135mm deutlich auffälliger.

Eine offene Blende hilft

Ein weiterer Schlüsselfaktor bei der Auswahl eines Objektivs, das sich für die Aufnahme von Porträts eignet, ist seine Lichtstärke. Die Blende bezieht sich auf die Größe der Objektivöffnung, die das Licht auf den Kamerasensor lenkt. Jede Objektivbezeichnung beinhaltet eine Angabe dazu, die als Wert wie 1:2,8 oder 1:5,6 ausgedrückt wird. Einige Zoomobjektive haben je nach gewählter Brennweite einen entsprechenden Blendenwert – etwa einen Blendenbereich wie 1:3,5-5,6. Je kleiner die Zahl ist, desto größer ist die maximale Öffnung – die Lichtstärke des Objektivs – und der damit verbundene Vorteil bei der Aufnahme von Porträts.

Eine offene Blende lässt mehr Licht durch das Objektiv in die Kamera, deshalb eignen sich lichtstarke Objektive für Porträts bei wenig Licht, speziell bei Innenaufnahmen. Ein zweiter Vorteil ist, dass das Fotografieren mit einer maximal geöffneten Blende (häufig als „ganz geöffnet“ bezeichnet) mehr Hintergrundunschärfe erzeugt. Dies wird meist von Porträtfotografen bevorzugt, weil sich das Modell vom Hintergrund besser abhebt.

Werfen wir einen Blick auf einige Beispiele für die Einstellung einer Blende mit dem Standard-Objektiv – im Vergleich dazu ein für Porträts geeignetes Objektiv.

Das rechte Bild wurde mit einem für Porträt-Objektiv aufgenommen, das besonders lichtstark ist und das Modell vom Hintergrund abhebt. Die Blende hilft auch dabei die Aufnahme klarer zu gestalten.

Diese drei Bilder wurden mit identischer Brennweite gemacht – beginnend mit einer kleinen Blendenöffnung im ersten Bild und einer großen Blendenöffnung im dritten Bild. Wenn man bei Porträts störende Bildelemente im Hintergrund ausblenden möchte, ist ein lichtstarkes Objektiv sehr hilfreich. Beim dritten Bild wird das Auge des Betrachters nicht vom Hintergrund abgelenkt und auf das Motiv im Vordergrund gelenkt – ein perfektes Porträt.